Beschneidung: Das Urteil

Ich hatte nicht gedacht, dass unser Thema die Gemüter so erregt. Grundsätzlich will ich festhalten, dass auch die Statements der Urteilsbefürworter/innen von mir sehr ernst genommen werden und das Pro und Contra der Aufklärung dienen kann. Verletzende Äußerungen, so sie denn hier rein gepostet werden, akzeptiere ich allerdings nicht. Der Vorwurf der Körperverletzung im Kölner Urteil ist insofern fragwürdig, weil das Kind oder der Körper des Kindes nicht verletzt werden sollte, sondern Voraussetzungen zum Wohle des Kindes geschaffen werden sollten. Dies geschah im Sinne der Religionsfreiheit und die sollte unangetastet bleiben, wie überhaupt die Freiheit der Ideologien.

 

Nun gibt es mittlerweile auch in Israel eine wachsende Zahl von Gegner/innen der Zirkumzision bei sehr jungen Menschen. Es sollen 2 % der Bevölkerung sein. Die Argumente der Gegner/innen sind allemal überlegenswert und könnten dazu führen, dass dort und überhaupt in der jüdischen Welt ein Umdenken stattfindet. Wenn dem so sei, dann hätte die Diskussion die historische Berechtigung und würde nicht, wie derzeit, eine Grundlage der jüdischen Religion untergraben und die Muslime und Juden tendenziell aus der deutschen Gesellschaft verbannen.

 

Im Senatssaal der Humboldt-Universität Berlin findet/fand nun unter dem Titel „Beschneidungsurteil und individuelle Religionsfreiheit eine Veranstaltung statt, auf deren Ergebnisse ich gespannt bin.

 

Anmerkung:

„Die Vorteile einer Beschneidung können vielfältig sein. Neben möglichen hygienischen und präventiv-gesundheitlichen Vorteilen, kann es auch im Sexleben Vorteile durch die Beschneidung geben. Da der Penis nach der Beschneidung nicht mehr so empfindlich an der Eichel ist, nimmt die Gefahr des vorzeitigen Kommens bei Männern deutlich ab und der Liebesakt ist daher auch insgesamt durchschnittlich länger nach einer Beschneidung.“ (nach MensHealth.de)

 

Über Gerd

Geboren kurz vor dem Ende des nazifaschistischen 3. Reiches, als Kind unterprivilegierter Eltern. Der Vater als Unteroffizier in Russland verschwunden. Einfache Schulausbildung, Handwerkslehre, Erzieher, autodidaktische Schulungen, Anarchist, pädagogischer Heimleiter in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Autor und Referent, Verleger eines Selbstverlages, politisch internationalistisch und linksliberal. Motto: "Jede Wahrheit ist zu hinterfragen und Kritik sollte und darf immer schonungslos sein!"
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